Peter Bohn + Assoziierte

Gesellschaft von Architekten mbH

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2015

neue Ortsmitte

Unterföhring / bei München

Der Neubau der Musik- und Volkshochschule am Bahnhof ist ein Schüsselprojekt in der Ortsentwicklung von Unterföhring – mit ihm als Magneten bietet sich die wohl einmalige Chance, das Bahnhofsumfeld aufzuwerten und einen Platz als Ortszentrum oder „Gemeindewohnzimmer“ zu schaffen – einen Ort, der allen Menschen, die Unterföhring wohnen und arbeiten, zur Verfügung steht und zu einem Knotenpunkt des öffentlichen Lebens wird. Unser Vorschlag bietet sechs wesentliche Ansätze, um dieses Ziel zu erreichen: 1 Er schafft einen räumlich klar gefassten Platzraum als „Wohnzimmer“, der sich vom fließenden Außenraum der Umgebung klar unterscheidet. 2 Er entwickelt den Platzraum entlang der Weglinien der meisten Passanten vom Bahnhof weg hin ins Zentrum – oder vom Zentrum zum Bahnhof, so dass der Platz ganz selbstverständlich durch das Alltagsleben von Unterföhring belebt wird. 3 Alle Nutzungen im Gebiet wenden sich konsequent diesem einen Platzraum zu, um das Potential zur Entwicklung öffentlichen Lebens an dieser Stelle – im „Wohnzimmer“ – zu bündeln. 4 Als Leuchtturm und Visitenkarte dieses neuen Zentrums entwickelt gegenüber dem Bahnhof ein hohes Haus Fernwirkung im Ortsbild. 5 Die vierte Seite des Platzes – die nach Süden gewandte Nordseite – nimmt Cafés und als weiteren Magneten den Lebensmittelmarkt auf, die mit Tischen und Außenverkaufsfläche für Obst und Gemüse den Platz besetzen können. 6 Nicht als urban belebte Fläche, sondern als großzügiger, ruhiger Grünraum werden dagegen die Freiflächen parallel zur Bahnlinie (der „Gleispark“) gestaltet – so bilden sie eine Ergänzung zum Bahnhofsplatz und verbinden diesen mit den Landschaftsräumen im Norden und Süden und den Naherholungsräume um den Feringasee im Osten. Wettbewerbsgemeinschaft mit Seifert Hugues Architekten, Ammann Albers Stadtwerke / Zürich, und Studio Vulkan Landschaftsarchitektur / Zürich.