Peter Bohn + Assoziierte

Gesellschaft von Architekten mbH

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2008

Flussinsel Lände

Fürstenfeldbruck

Die Flussinsel ‚Lände‘, zeichnet sich aus durch Ihre besondere Lage zwischen dem Rand der Innenstadt und den Flussauen der Amper, als Übergangsraum von Stadt zum Land, auf dem Weg vom weltlichen zum spirituellen Zentrum der Stadt. Als Standort eines Wasserkraftwerkes, des ehemaligen Schlachthofes und des städtischen Bauhofes war die Lände bisher vorwiegend gewerblich genutzt und nur in geringem Maße für Fußgänger erschlossen. Der östliche Teil mit seinen Sportflächen und dem Vereinsheim ist schon jetzt öffentlich zugänglich. Die besondere Lage am Fluss ist für diese Flächen bisher jedoch von untergeordneter Bedeutung, jedenfalls derzeit kein Thema, gleichwohl großartiges Potential. Mit der geplanten Verlagerung des Bauhofes und der Umnutzung des ehemaligen Schlachthofes würden Flächen frei, die für hochwertiges Wohnen in Innenstadtnähe genutzt werden sollen. Naturnahe Freiräume schaffen einen Übergang zu den geschützten Bereichen der Amperauen. Ein neues Fußwegenetz, verschiedene Zugänge über die Amper und Aufenthaltsbereiche an der Amper sollen die Lände nicht nur für ihre zukünftigen Bewohner zu einem attraktiven Stadtgebiet machen, sondern die Lände als vitalen Baustein in den Stadtorganismus integrieren.
Drei Baukörper mit markanten Türmen bilden einen zentralen städtischen Raum. Bezug nehmend auf die umgebenden Straßenzüge ist die Bebauung zum öffentlichen Raum geschlossen. Der an den historischen, unter Denkmalschutz stehenden Schlachthof angrenzende Gebäudeteil nimmt dessen Richtung auf und bildet somit einen Rücken für das Ensemble. Durchfahrten und Knicke gliedern die Gebäude und schaffen neben der Ost-West-Hauptachse Durchlässigkeit nach Süden und nach Norden. Im Norden und im Süden schließt sich an die Zeilen eine lockere zweigeschossige bungalow-artige Bebauung am Wasser an. Neue Brücken und Wegeverbindungen integrieren die Insel in das Fußwegenetz der Stadt. Im Moment noch unzugängliche Bereiche am Wasser werden in Aufenthaltsorte mit unterschiedlichen Qualitäten umgewandelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Durch Öffnung der Gebäudezeilen nach Osten und Ausbildung eines großzügigen, leicht erhöhten Platzes, wird ein direkter Bezug zur Aumühle geschaffen.Projektgemeinschaft mit mahl-gebhard-konzepte