Peter Bohn + Assoziierte

Gesellschaft von Architekten mbH

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2004

Spielbudenplatz

Hamburg

Der Ort ist ausgezeichnet durch das langgestreckte und beachtliche Nebeneinander verschiedener Nutzungsspuren. Wir nehmen mit unserem Vorschlag für den Spielbudenplatz dieses Nebeneinander auf, entwickeln es zum Miteinander, fügen ein neues Element, den PULS, ein. Über eine parallel zur Reeperbahn sich linear entwickelnde, behutsam entwickelte Stufenabfolge flaniert der Platz langsam zu den Spielbuden, gebremst und bei Tageslicht räumlich aufgefangen durch die neue Reihe von grünem Baum-Flor zu allen Jahreszeiten… Es schlägt ein ruhiger, warmer, wenngleich dynamischer PULS an diesem Ort. Der PULS ist spürbar, drängend, lebendig und rhythmisch. Er kann gemessen werden an der Reeperbahn. Der PULS entspricht den Herzkontraktionen. Der PULS steigt bei Anstrengung und Erregung, besonders im Affekt. Unser PULS ist bei Tag ein anderer als bei Nacht: Bei Tag ist der Spielbudenplatz ein freundlicher Stadtplatz, beidseitig von „Bäumen“ bestanden, mit klarer Abgrenzung hierdurch zu Verkehr und Spielbuden, mit ersehnter Qualität für das Alltägliche des Tages. bei Nacht weitet sich der Raum und die „Bäume“ werden durch-sichtig, treten als nur mehr chattenrisse zurück hinter das flirrende, magnetische Licht der Vergnügungsangebote, gewähren Durchblick zum Verkehr; die „Stämme“ generieren Foyer-artige Räume, Ergänzungen der Binnenräume der Spielbuden und Theater, entlang der Stufen zur Reeperbahn ein langes Brennen von farbigem Licht, flach hin gegossen auf den Platz, empor strahlend in die Kronen des die Reeperbahn begleitenden Grüns.